GmbH-Gesetz

Das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) regelt neben der Errichtung einer GmbH die Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter, die Vertretung und Geschäftsführung, Änderungen des Gesellschaftsvertrages sowie die Auflösung und die Nichtigkeit der Gesellschaft, ergänzt um Ordnungs-, Straf- und Bußgeldvorschriften. 

Inhalt:

  1. Entstehung des GmbH-Gesetzes
  2. Gliederung des GmbH-Gesetzes
  3. Reformen des GmbH-Gesetzes

1. Entstehung des GmbH-Gesetzes

Das Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) ist am 1.03.1892 im Reichstag verabschiedet worden und am 19.05.1892 erstmals in Kraft getreten, wobei es zum damaligen Zeitpunkt weder ein historisches Vorbild noch ein vergleichbares Gesetz gab. Sinn und Zweck des GmbH-Gesetzes war die Schaffung einer Rechtsform mit beschränkter Haftung, die - in Ergänzung zur Aktiengesellschaft - auch für kleine und mittlere Unternehmen mit überschaubarem Gesellschafterkreis geeignet ist. Geregelt werden neben der Errichtung einer GmbH die Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter, die Vertretung und Geschäftsführung, Änderungen des Gesellschaftsvertrages sowie die Auflösung und die Nichtigkeit der Gesellschaft, ergänzt um Ordnungs-, Straf- und Bußgeldvorschriften. 

2. Gliederung des GmbH-Gesetzes

Das GmbH-Gesetz enthält insgesamt 6 Abschnitte, die wie folgt gegliedert sind:

  1. Abschnitt: Errichtung der Gesellschaft - §§ 1 ff GmbHG
  2. Abschnitt: Rechtsverhältnisse der Gesellschaft und ihrer Gesellschafter - §§ 13 ff GmbHG
  3. Abschnitt: Vertretung und Geschäftsführung - §§ 35 ff GmbHG
  4. Abschnitt: Abänderungen des Gesellschaftsvertrages - §§ 53 ff GmbHG
  5. Abschnitt: Auflösung und Nichtigkeit der Gesellschaft - §§ 60 GmbHG
  6. Abschnitt: Ordnungs-, Straf- und Bußgeldvorschriften - §§ 78 GmbHG

Für die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gelten die Regelungen des GmbH-Gesetzes ebenso, soweit nicht besondere Vorschriften bestehen wie z.B. in § 5a GmbHG.

3. Reformen des GmbH-Gesetzes

a) Das MoMiG 2008

Die letzte grundlegende Reform des GmbH-Gesetzes erfolgte durch Änderungsgesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG), das am 01.11.2008 in Kraft getreten ist und u.a. die Einführung der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) brachte. Eines der wesentliche Anliegen der GmbH-Reform 2008 war die Erleichterung und Beschleunigung einer GmbH-Gründung bis zur Eintragung ins Handelsregister, insbesondere auch für Gesellschaften mit genehmigungspflichtigem Unternehmensgegenstand.

b) Die GmbH-Novelle 1981

Die erste grundlegende Reform des GmbH-Rechts erfolgte am 01.01.1981 durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung und anderer handelsrechtlicher Vorschriften. Im wesentlichen handelte es sich um gesetzliche Anpassungen an die Rechtsprechung zur GmbH, die immerhin auf eine Entwicklung von rund 90 Jahren zurückblickte.