Gründung der GmbH & Co. KG

Zur Gründung einer GmbH & Co. KG wird erst die Komplementär-GmbH errichtet, wobei deren Unternehmensgegenstand in der Regel an den Unternehmensgegenstand der Kommanditgesellschaft angepasst wird, erweitert um die Geschäftsführung und Haftungsübernahme in der Kommanditgesellschaft.

Inhalt:

  1. Gründung der Komplementär-GmbH
  2. Abschluß des Gesellschaftsvertrages der KG

1. Gründung der Komplementär-GmbH

Zur Gründung der Komplementär-GmbH kann auf die entsprechenden Artikel zur Gründung einer GmbH und die Checkliste zur Gründung verwiesen werden. Der Unternehmensgegenstand der Komplementär-GmbH wird in der Regel an den Unternehmensgegenstand der Kommanditgesellschaft angepasst. Ergänzend wird hier aufgenommen, dass die GmbH die Geschäftsführung und Haftungsübernahme in der vertraglich verbundenen KG übernimmt.

Bei der Firmierung der Komplementär-GmbH gelten die allgemeinen Grundsätze zum Firmennamen, d.h. die Firmierung kann unter Verwendung eines Personen-, Sach- oder Phantasienamens erfolgen. Dieser muss unterscheidungskräftig sein und darf nicht irreführen, § 18 und 19 HGB.

2. Abschluss des Gesellschaftsvertrages der KG

Für die Gründung der Kommanditgesellschaft ist Voraussetzung, dass sich

  • mittels eines Gesellschaftsvertrages
  • mindestens zwei Personen
  • zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks  zusammenschließen,

der seit dem 01.07.1998 nicht mehr zwingend auf den Betrieb eines Handelsgewerbes gerichtet sein muss.

Neben der Komplementär-GmbH können dies

sein.

Die Kommanditgesellschaft entsteht im Verhältnis der Gesellschafter zueinander durch Abschluss des Gesellschaftsvertrages. Nach außen entsteht die GmbH & Co. KG erst mit Eintragung ins Handelsregister, die gem. § 12 Abs. 1 HGB zwingend vorzunehmen ist, § 123 Abs. 1 HGB. Bis dahin handelt es sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, es sei denn, die KG beginnt ausnahmsweise schon vor Eintragung ins Handelsregister mit der gewerblichen Betätigung (Achtung: volle Haftung der Beteiligten).