Betriebliche Altersvorsorge

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine betriebliche Altersvorsorge für Geschäftsführer und andere Mitarbeiter des Unternehmens aufzubauen. Geht es um einen Gesellschafter-Geschäftsführer der GmbH, ist die Kombination aus einer Leistungszusage mit einer Ergänzung durch eine Direktversicherung häufig anzutreffen. Die perfekte betriebliche Altersvorsorge sieht jedoch bei jedem Mitarbeiter anders aus und hängt auch von der persönlichen Situation ab.

Inhalt:

  1. Warum eine betriebliche Altersvorsorge notwendig ist
  2. Betriebliche Altersvorsorge beim Geschäftsführer noch wichtiger
  3. Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge

1. Warum eine betriebliche Altersvorsorge notwendig ist

Ein zunehmend wachsender Anteil der arbeitenden Bevölkerung blickt mit Sorge in die Zukunft, wenn es um die Frage geht, ob die Versorgungslücke durch die Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung zumindest insoweit gedeckt wird, dass der gewohnte Lebensstandard annähernd gehalten werden kann. Diesbezüglich hat schon der Gesetzgeber selbst die Notwendigkeit erkannt, dass neben der gesetzlichen Rente zusätzliche Säulen zum Aufbau einer vernünftigen Altersvorsorge gefördert werden müssen, um das System im ganzen zu stabilisieren.

In diese Richtung besteht unter allen Einigkeit, dass sich eine vernünftige Altersvorsorge eines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers neben der gesetzlichen Rentenversicherung auch auf Elemente

  1. einer private Altersvorsorge und
  2. betrieblichen Altersvorsorge.

stützen muss.

2. Betriebliche Altersvorsorge beim Geschäftsführer noch wichtiger

Dessen ungeachtet ist bei den meisten GmbH-Geschäftsführern die Besonderheit zu beachten, dass sich das Geschäftsführergehalt aus einem niedrigen Grundgehalt, gewinnabhängigen Tantiemen sowie zahlreichen Sonderzuwendungen zusammensetzt, die bei Eintritt in die Rente komplett wegfallen. Die Versorgungslücke eines GmbH-Geschäftsführers beim Eintritt ins Rentenalter ist deshalb regelmäßig deutlich höher als bei einem Arbeitnehmer mit vergleichbarem Grundgehalt. Auch das spricht dafür, dass Geschäftsführer so früh wie möglich mit dem Aufbau einer privaten und betrieblichen Altersvorsorge beginnen müssen.

Das gilt natürlich umso mehr, wenn es sich um einen Gesellschafter-Geschäftsführer der GmbH handelt, der mangels Rentenversicherungspflicht keine (oder allenfalls eine geringe) gesetzliche Rente erwarten kann. In diesen Fällen ist es für den Aufbau einer ausreichenden Altersvorsorge sogar essentiell wichtig, dass die private und betriebliche Altersvorsorge so früh wie möglich aktiviert werden, zumal steuerliche Vorteile genutzt werden können. Je früher der Aufbau einer privaten und betrieblichen Altersvorsorge beginnt, desto niedrigere Beiträge sind erforderlich, um die Versorgungslücke zu schließen oder zu minimieren.

3. Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge

Für Geschäftsführer und Arbeitnehmer einer GmbH gibt es mehrere Möglichkeiten, den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge zu gestalten, wobei zu unterscheiden ist, ob die GmbH

  • eine unmittelbare Versorgungszusage wählt oder
  • den Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge unter Einschaltung dritter Unternehmen gestaltet.

Darüber hinaus ist zu differenzieren, ob die betriebliche Altersvorsorge

  • durch die GmbH als Arbeitgeber oder
  • im Wege der Entgeltumwandlung durch den Arbeitnehmer bzw. Geschäftsführer

finanziert wird.

Im Einzelnen bieten sich die folgenden Möglichkeiten an, wobei diese auch miteinander kombiniert werden können:

  • Unmittelbare Versorgungszusage der GmbH,
  • Beiträge zu einer Unterstützungskasse,
  • Beiträge zu einer Direktversicherung,
  • Beiträge zu einer Pensionskasse oder
  • Beiträge zu einem Pensionsfonds.

In der Praxis wird sehr häufig die unmittelbare Versorgungszusage der GmbH gewählt, kombiniert mit Beiträgen zu einer Direktversicherung, die auf das Leben des Geschäftsführers abgeschlossen wird.